Winterwunderland am Tegernsee: Riederstein (1207m) und Baumgartenschneid (1449m)

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  • 5:00h
  • Bahnhof Tegernsee
  • 12,8 km
  • Warme Kleidung, Tee in Thermoskanne, Winterschuhe

Zusammenfassung:
Night Owl und ich waren in den Tegernseer Bergen und haben eine wunderschöne Winterlandschaft entdeckt. Wegen hoher Lawinengefahr haben wir uns auf niedrigen Gipfeln und sicheren Wegen bewegt und waren auf dem Kapellengipfel Riederstein und auf der Baumgartenschneid. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir eine traumhafte Wanderung genossen und dabei 800 Höhenmeter zurückgelegt.

Details:
Die Weihnachtsferien sind eine Zeit, in der sowohl Night Owl als auch ich freie Tage hatten. Und das war Grund genug schon früh einen Termin auszumachen, an dem wir wieder zusammen in die Berge fahren. Als der Tag dann fast da war, war die Lawinenlage leider nicht so gut und gab für alle Höhen Stufe 3 an. Daher entschieden wir uns dann für eine relativ flache Wanderung und entschieden auf dem Weg auch immer wieder neu, ob wir weitergehen sollten.

Wir starteten am Bahnhof Tegernsee und liefen zum ersten Wanderschild. Die Wanderung war ich schon im Mai gelaufen und war gespannt, wie es im Winter sein würde. Wir liefen am Anfang eine Straße entlang und kamen dann zu einem Weg der uns auf eine Anhöhe führte. Von hier aus hatten wir einen schönen Blick nach Tegernsee. Danach ging es in den Wald hinein.

Im Wald waren wir alleine unterwegs. Um uns rum war viel Schnee und nach einer Weile kam die Sonne dazu. Der Schnee glitzerte und wir genossen die Landschaft – es war einfach traumhaft schön. Wir machten viele Fotos und wanderten gemütlich weiter. Das erste Stück bis zum Riedersteinhaus verläuft recht flach und wir merkten gar nicht richtig, dass wir schon Höhenmeter zurücklegten.

Am Riedersteinhaus hatten wir wieder einen schönen Blick ins Tal. Von da aus ging der Weg dann weiter über den Kreuzweg zum Riederstein. Dieser ist kein richtiger Gipfel, sondern ein Felsvorsprung mit einer Kapelle. Nun ging es über viele Stufen – die teilweise gar nicht zu erkennen waren – zur Kapelle hoch. Anhand der Kreuzwegtafeln konnten wir gut verfolgen, wie viel wir schon geschafft hatten.

Als wir die Kapelle erreicht hatten, erwartete uns ein schöner Ausblick ins Tal und zum Tegernsee. Wir machten hier eine kurze Pause und aßen etwas von unserer Brotzeit. Zu lange konnten wir uns aber nicht aufhalten, da es uns schnell kalt wurde. Unser nächstes Ziel war die Baumgartenschneid – sofern es möglich war.

Wir folgten den Spuren der anderen Wanderer. Auf Schilder oder Markierungen konnten wir uns nicht verlassen, da wir keine sahen. Es waren ab Riederstein aber noch ein paar andere Wanderer unterwegs, so dass wir keine Probleme hatten den Weg zu finden. Nun war es allerdings schon deutlich rutschiger und wir brachen immer wieder in den Schnee ein. Dieser ist aber zum Glück weich und wir hatten unseren Spaß 😉 .

Das erste Stück nach der Kapelle verlief durch den Wald. Als wir den Gipfel schon sehen konnten, war der Weg etwas fester. Das machte es zum Schluss leichter, auch wenn es doch etwas dauerte, bis wir das Gipfelkreuz erreicht hatten. Bei Schnee waren wir eben etwas langsamer unterwegs als ohne.

Auf dem Gipfel angekommen waren wir dann glücklich. Wir hatten erneut einen wunderschönen Ausblick und waren froh, dass wir sicher bis zum Gipfel wandern konnten. Als wir etwas trinken wollten, stellten wir dann fest, dass das Wasser in der Flasche gefroren war – es war wohl doch etwas kälter, als es sich anfühlte 😉 . Zum Glück hatten wir noch etwas im Rucksack zu Trinken. Nun wäre der Plan gewesen weiter zu den Gindelalmen zu laufen, da wir aber keinerlei Spuren sahen, entschieden wir uns dafür einfach denselben Weg wieder zurückzugehen.

Nach einer kleinen Pause ging es dann auf demselben Weg wieder zurück. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wanderern die wir sahen, hatten wir keine Grödel dabei. Also rutschten wir teilweise einfach runter und bekamen so den Winter in allen Formen zu spüren 😉 . Der Rückweg war aber weder problematisch noch gefährlich, wir kamen pünktlich zur Dämmerung wieder in Tegernsee an und nahmen die BOB zurück nach München.

Fazit:
Wir hatten bestes Wetter, das ideale Zeitfenster für die Wanderung und traumhafte Ausblicke und Augenblicke. Glitzernder Schnee, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel kombiniert mit einem fantastischen Gipfelblick – was will man mehr 🙂 ?

Liebe Grüße,
Early Bird 🙂

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