Hüttenwochenende im Karwendel: Nördlinger Hütte und Reither Spitze (2374m)

Eingetragen bei: muveUP | 0
  • 4:00h+2:00h
  • Parkplatz Reith oder Bahnhof Reith bei Seefeld
  • 5.4 km (Reith bis Nördlinger Hütte, 1200 HM), 3.2 km (Runde auf die Reither Spitze)
  • Ausreichend zu trinken und Brotzeit, Hüttenschlafsack und Waschzeug

Zusammenfassung:
Vor einem Jahr waren wir auf unserer München-Venedig-Tour und nun war es dringend mal wieder nötig, den Rucksack zu packen. Wir waren für ein Wochenende unterwegs in den Bergen im schönen Karwendel und übernachteten auf der Nördlinger Hütte. Am ersten Tag erfolgte der Aufstieg zur Hütte von Reith bei Seefeld und die Gipfelbesteigung der Reither Spitze.

Details:
Zu fünft ging es an diesem Wochenende in die Berge. Neben Night Owl und mir waren noch ihre Mama, deren Wanderpartnerin und Night Owls Papa dabei. Wir wanderten allerdings größtenteils zu zweit und konnten so den Weg für uns selbst aussuchen. Der Aufstieg startete recht steil, als wir dann den Wald erreichten wurde es aber gemächlicher.

Trotzdem ging es stetig bergauf. Der Weg war recht lang und wir legten Höhenmeter für Höhenmeter zurück. Der Ausblick ins Tal wurde immer schöner und langsam merkten wir, dass eine kleine Pause nicht schlecht wäre. „Bei der nächsten Bank“ war unsere Vereinbarung, die aber ein ganz schönes Stückchen auf sich warten ließ. Dort machten wir dann aber wirklich Pause, aßen eine Kleinigkeit und genossen es, wieder unterwegs zu sein. Ein kurzes Stück später kamen wir aus dem Wald raus und es ging über einen latschenbewachsenen Hügel zur Hütte. Die Aussicht wurde mit jeder Kehre beeindruckender – fast noch mehr beeindruckt hatte uns aber ein Einradfahrer, der den doch recht steinigen Weg runtergefahren war. Einige Kehren später war dann die Nördlinger Hütte in Sicht.

Vor der Nördlinger Hütte kann man rechts noch ein Stück hochgehen und das machten wir auch, bevor wir in der Hütte „eincheckten“. Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn nun bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf den Freiunger Höhenweg. Dass es im Karwendel so schön ist, hatte ich schon wieder vergessen – oder vielleicht auch nie richtig realisiert?

Nach diesem Panorama gingen wir nun doch kurz in die Hütte und bezogen unser Zimmerlager. Der Rucksack wurde um einiges erleichtert und wir trafen uns wieder draußen und aßen unser Mittagessen bei diesem traumhaften Ausblick. Hier hätten wir noch lange bleiben können – es war einfach wunderschön.

Aber wir hatten noch andere Pläne. Die Reither Spitze ist ein Gipfel, der von der Nördlinger Hütte in einer halben Stunde zu erreichen ist. Diesen wollte ich auf jeden Fall noch besuchen. Daher packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg. Schon von weitem sahen wir, dass der Weg Spaß machen würde.

Viel Fels, einige seilversicherte Stellen und auf jeden Fall war Handeinsatz notwendig beim Aufstieg zum Gipfel. Und das machte riesig Spaß. Die Rucksäcke fühlten sich leicht an, nachdem wir einen Teil in der Hütte gelassen hatten und es war ein Genuss, über die felsige Landschaft nach oben zu steigen.

Das letzte Stück des Weges ist gemütlich und das Gipfelkreuz war schon in Sicht. Zum Schluss war noch eine kleine Kletterei notwendig und wir standen auf der Reither Spitze. Und wieder bot sich uns ein sagenhafter Ausblick ins beeindruckende Karwendel.

Nach dem kurzen Aufstieg wollten wir also wieder eine Pause machen – es war einfach zu schön! Wir konnten auf den Freiunger Höhenweg blicken und sahen dort auch Night Owls Mama und deren Wanderpartnerin. Das Panorama war fantastisch, die Felslandschaft wunderschön!

Für den Abstieg wählten wir den Weg in Richtung Seefelder Spitze. Wieder geht es felsig und teilweise seilversichert nach unten. An einer Stelle war sogar eine Leiter, die den Weg nach unten erleichterte. Umso weiter wir wanderten, umso klarer wurde uns, dass wir die Seefelder Spitze nicht mehr machen wollten. Für den Rückweg wählten wir den Weg von der Härmelekopfbahn zur Nördlinger Hütte. Und dieser war dann doch anspruchsvoller als gedacht und machte damit auch mehr Spaß.

Es ging wieder bergab und bergauf und wir merkten die Höhenmeter nun schon. Als die Nördlinger Hütte wieder in unser Blickfeld kam und die Schafherde davor, waren wir doch ganz froh. Nun gab es erst mal ein wohlverdientes Bergsteigergetränk und einen Spezi. Wir hatten nun noch eine Weile, bis die Essensausgabe losgehen würde – der Hunger war schon wesentlich früher da 😉 .

Bis wir unseren veganen (!) Linseneintopf (ein Dhal) bekamen, war es zwar schon wesentlich später als sechs Uhr, aber so ist das, wenn man nur das Hauptgericht der Halbpension nimmt. Wir waren froh, als das Essen dann da war und die Portion auch die passende Größe hatte – wir hatten Hunger 😉 . Gestärkt verbrachten wir den Abend dann erst draußen, als die Sonne langsam unterging und als es zu regnen anfing in der Stube. Ein älterer Wanderer setzte sich zu uns und im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass er im Jahr zuvor auch auf dem Traumpfad unterwegs war – mit klassischem Start am 08.08.. Der Abend endete für viele mit einem lecker duftenden Kaiserschmarrn, bevor Hüttenruhe einkehrte.

Fazit:
Die Tour zur Nördlinger Hütte und Reither Spitze ist sehr schön. Mit jedem Höhenmeter waren wir alpiner unterwegs und hatten einen Riesenspaß, als es zum Schluss auf die Reither Spitze felsiger und anspruchsvoller wurde. Wir hatten zahlreiche traumhafte Ausblicke und mit der Nördlinger Hütte eine gemütliche Unterkunft.

Liebe Grüße,
Early Bird 🙂

Aufstieg:

Nachmittagsrunde:

Hinterlasse einen Kommentar