muve Etappe 23: Rifugio Col Visentin – Arfanta

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  • 7:15h
  • Bus nach Revine und Tarzo
  • 24 km
  • Gute Schuhe, Gepäck für vier Wochen

Zusammenfassung:
Auf dieser Etappe verabschiedeten wir uns endgültig von den Bergen. Nach einem schönen Abstieg bis zum Rifugio Pian de Femene war der Weg bis Revine etwas länglich – auch weil ein Teil davon die Straße entlang ging. Und in Revine waren wir dann in Italien angekommen und wanderten bei größter Hitze weiter bis Arfanta.

Details:
Ein letztes Mal aus dem Hüttenschlafsack kriechen, ein letztes Mal den Tag auf dem Berg begrüßen, ein letztes Mal absteigen. Wir hatten erstaunlich gut geschlafen in unserem letzten Lager. Ich war schon früh wach und packte meine Sachen und ging in den Waschraum. Dort sortierte ich alles und packte richtig zusammen und machte mich fertig. Ich plauderte mit einer anderen muvelerin und dann kam auch Night Owl. Wir spazierten ein bisschen vor der Hütte rum und gingen dann zum Frühstück. So gestärkt konnte es losgehen.

Es war bestes Wetter und wir spazierten den Fahrweg hinab. Der Weg führte über Wiesenpfade und wider Erwarten mal auf und ab. Dabei hatten wir immer ein wunderschönes Panorama ins Tal in Richtung Venedig und auch zurück zu den Dolomiten. Wir liefen den muvelern vor uns nach und bogen so an den richtigen Stellen ab.

Wir kamen zum Haus der Casere Cor und waren uns bei der Wegwahl manchmal unsicher. Nach Revine wäre es auch schon früher mal gegangen, in der Beschreibung war als nächstes Ziel aber das Rifugio Pian de le Femene angegeben. Die gestrichelte Wegführung im Wanderführer, die diese Hütte gar nicht mitnimmt, hatte ich erst lang nach unserer Wanderung entdeckt.

Daher wanderten wir auf dem geplanten Weg weiter bis zum Rifugio Pian de le Femene. Bis dahin kamen wir immer mal wieder an Hütten vorbei, an einem Weiher und waren auf schönen Wiesenpfaden unterwegs.

Als wir das Rifugio dann erreicht hatten, waren wir in der Zivilisation angekommen. Das war scheinbar ein beliebter Treffpunkt für Biker, hier war einiges los. Wir machten kurz Pause und liefen dann ein ganze Stück die Straße entlang. Irgendwann entdeckten wir dann den Wanderweg 1033 und waren so weg von der Straße. Allerdings wurden wir hier einmal in die Irre geführt und liefen in die falsche Richtung. Wieder zurück hätte ich schon fast das Schild umgedreht, wir hatten aber dann doch eins in die richtige Richtung gefunden. So wanderten wir über viele Kehren nach Revine.

Mit Revine waren wir in einem schönen italienischen Dorf angekommen. Dort wollten wir Pause machen, allerdings fanden wir nirgends einen schattigen Platz. Im Tal war es sehr heiß und in der Sonne wollten wir nicht sitzen. Daher liefen wir weiter in Richtung Lago di Maria. Dort fanden wir ein schattiges Plätzchen im Gras – allerdings wurden auch wir gefunden – von einem riesigen Mückenschwarm – und während unserer Pause ziemlich zerstochen.

Daher liefen wir dann bald wieder weiter. Nun ging es die Straße entlang parallel zum See in Richtung Tarzo. Durch die Hitze zog sich der Weg. Es war schön, im typischen Italien angekommen zu sein. Etwas kühler hätte es trotzdem sein dürfen 😉 . In Tarzo angekommen liefen wir weiter die Straße entlang in Richtung Arfanta.

Auch das zog sich und die zusätzliche Stunde nach Arfanta war anstrengend, was vor allem daran lag, dass wir es einfach nicht gewohnt waren, bei so einer Hitze zu laufen. Irgendwann kam aber dann das Ortsschild von Arfanta und kurze Zeit später sahen wir auch schon den wunderschönen Ort mit seinen Weinbergen.

Wir bezogen unser Zimmer in einer edlen Pension und waren glücklich, das Ziel erreicht zu haben. Das hatten wir uns für diesen Tag gegönnt. Noch dazu hatten wir ein richtig schönes Zimmer mit Aussicht auf die Weinberge. Zum Abendessen wurde dann extra für uns veganes Risotto gekocht, das wir nach einer gefüllten Tomate, die wir zur Vorspeise hatten, genossen. Das Tal hat doch gewisse Vorzüge 😉 .

Erkenntnis des Tages:
Italien ist heiß!

Fazit:
Auf dieser Etappe hatten wir den letzten Abstieg und sind im Italien mit seinen Weinbergen angekommen. Weder Höhenmeter noch Distanz waren zu viel, aber die Hitze machte uns dann doch mehr zu schaffen, als wir dachten.

Liebe Grüße,
Early Bird 🙂

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