Streak Running – Fazit nach 31 Tagen

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Was?

Als Streak Runner werden Läufer bezeichnet, die täglich laufen. Nach den Regeln der Vereinigung der amerikanischen Streak Runner USRSA (United States Running Streak Association Inc.) gilt für einen Streak eine Mindestdistanz von einer Meile (1,6 Kilometer). An diese Vorgabe habe ich mich nicht ganz gehalten: mein kürzester Lauf waren kurze 1.3 Kilometer.

Wieso?

Mir macht Laufen Spaß, trotzdem schafft es mein innerer Schweinehund viel zu oft den ersten Schritt vor die Haustür zu verhindern. Vorallem im Winter fällt ihm das besonders leicht. Das wollte ich ändern! Ohne besondere Vorsätze für 2017 fielen mir Ende Dezember die 12 Challenges für das Jahr 2016 von No Meat Athlete wieder ein (12 Monthly Running Challenges). Besonders passend: die Challenge im Januar ist ein 30 Tage Running Streak, eine perfekte Möglichkeit um das Laufen (wieder) zur Routine zu machen.

Und?

Es ist der 31. Januar und ich habe es tatsächlich geschafft! Ich war jeden Tag laufen! Anfang des Monats war ich mir da noch nicht so sicher: meine Running-App zeigt mir immer wieder gnadenlos, wie wenig ich in den restlichen Wintermonaten laufen war. Der Anfang war auch sehr ungewohnt. Ich gehe zwar manchmal (wenn ich besonders motiviert bin) an aufeinanderfolgenen Tagen laufen, aber spätestens nach 3 Tagen in Folge ist dann eine Pause angesagt. Diesmal nicht. Erschwert wurde das ganze zusätzlich durch die eisigen Temperaturen, die wir diesen Januar hatten. Laufen bei -15 Grad oder bei Schneeregen? Das hätte ich ohne die Challenge sicher nicht gemacht. Irgendwann ab der zweiten Woche wurde es dann langsam zur Routine und ich konnte mich sogar noch nach einem gemütlichen Abend auf der Couch aufraffen um eine kleine Runde im Dunkeln zu drehen. Ich habe auch wieder meine Liebe zu Läufen im Dunkeln mit Stirnlampe entdeckt – wenn da nur nicht die Angst vorm dunklen Wald wäre. So waren die Abend- und Nachtläufe meistens nur am Waldrand und in der Stadt.
Man soll es bei einem Running Streak ja bekanntlich nicht übertreiben um ein Übertraining zu vermeiden. Von zu hoher Laufintensität kann bei mir wirklich nicht die Rede sein. Ich war im Schnitt 4 Kilometer laufen und das durchgehend in gemütlichem Tempo. Ich habe in den 31 Tagen keinen einzigen Tempolauf eingebaut und bis auf die 17 Kilometer des Ismaninger Winterlaufs, waren auch keine besonders langen Läufe dabei.

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Fazit

Mir ging es bei dieser Challenge weder darum schneller zu werden, noch weiter laufen zu können. Ich wollte es nur endlich wieder schaffen, regelmäßig meine Laufschuhe zu schnüren. Dieses Ziel habe ich definitiv erreicht. Werde ich morgen wieder laufen? Ich weiß es noch nicht 🙂

Statistik

Minimum: 1.3 Kilometer, Maximum: 17 Kilometer, Gesamtdistanz: 126 Kilometer, Durchschnitt: 4 Kilometer, Frühster Lauf: 07:00 Uhr, Spätester Lauf: 23:30 Uhr

Erkenntnisse

  • ich bin kein Morgenläufer
  • auch bei -15 Grad kann man problemlos laufen
  • Stirnlampen sind eine wunderbare Erfindung
  • der richtige Soundtrack macht auch die langweiligste Strecke zu einem coolen Lauf
  • mit Laufrucksack lässt sich die Joggingrunde sogar mit Einkaufen verbinden
  • auch auf dem Schienbein kann man einen Muskelkater haben

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