muve: Auf dem Dolomiten Höhenweg 1 und 2

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Der Abschnitt zwischen Kreuzwiesenalm und Belluno führt über den Dolomitenhöhenweg 2 und 1 durch die Dolomiten und war für uns der absolut schönste Teil der Tour. Wir hatten hier (meistens) super Wetter und sind durch die herrlichsten Landschaften gewandert. Als Dolomitenliebhaber hatte ich mich von Anfang an am meisten auf diesen Abschnitt gefreut und er war definitiv der schönste der Tour. Acht wunderschöne Etappen durch das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten.

Der Weg:
Von der Kreuzwiesenalm aus sind wir zu den Dolomiten gewandert. Vorbei an zahlreichen Almen ging es ab dem Würzjoch den Dolomitenhöhenweg 2 entlang über die Peitlerscharte zur Schlüterhütte. Von dort folgten wir weiter dem Höhenweg über die Roa- und Nives-Scharte, vorbei an der Puezhütte zum Grödner Joch. Nach einer wetterbedingt kurzen Etappe zum Rifugio Pisciadu und gleichnamigen See wanderten wir zum höchsten Punkt der Tour auf den Piz Boè. Der Weg führte uns weiter über die Pordoi-Scharte zum geschäftigen Pordoi-Joch und vorbei am Rifugio Viel dal Pan mit Blick auf die Marmorlada bis zum Lago di Fedaia.

Bis nach Alleghe sind wir im Tal weitergewandert und dann ab dem Col dei Baldi auf dem Dolomitenhöhenweg 1 weitergewandert. Dieser führte uns vorbei am Lago Coldai, am Rifugio Vazzoler über das Rifugio Bruto Carestiato bis zum Passo Duran. Von dort ging es wieder bergauf den Höhenweg 1 entlang zum Malga Moschesin und Forcella de Zita Sud bis zur letzten Dolomitenunterkunft Rifugio Pian de Fontana. Von dort gibt es die Möglichkeit noch über einen Klettersteig über die Schiara zu gehen, wir wanderten aber nach Longarone, um dann mit dem Zug nach Belluno zu fahren.

Unser Eindruck:
Der Abschnitt in den Dolomiten war für uns der schönste der ganzen Tour. Am Anfang auf den Peitlerkofel zuwandern und damit in den Dolomiten ankommen war ein wunderschöner Einstieg. Von da an hatten wir einen landschaftlichen Höhepunkt nach dem anderen, viele drahtseilversicherte Stellen und dadurch grandiose Ausblicke. Mittlerweile war das Wandern ganz selbstverständlich und wir legten in diesem Abschnitt einige Teile zusammen, weil es sich gut angeboten hatte.

In diesem Abschnitt lag auch der höchste Punkt mit dem Piz Boè und damit unser erster Dreitausender, was nochmal etwas ganz Besonderes war. Zum Schluss fiel der Abschied schwer, wobei uns die letzte Dolomitenetappe mit Ziel Rifugio Pian de Fontana nochmal zahlreiche Höhepunkte präsentierte. Die Unterkunft liegt dazu wunderbar und war sehr gemütlich und nett. In Belluno angekommen hatten wir dann schon fast das Gefühl, dass wir “fertig” waren und die Alpenüberquerung vorbei war. Ein paar Etappen sollten aber noch folgen 😉 .

Tipps:
Wenn ihr euch für einen Abschnitt des Traumpfads entscheiden müsst, nehmt diesen. Es ist der schönste von allen!

Wenn ihr keinen Platz mehr auf der Schlüterhütte bekommt, übernachtet auf der Medalges Alm. Wir waren auf der Schlüterhütte, haben aber von denen, die auf der Alm übernachtet haben nur Positives gehört.

Die Puezhütte ist wohl nicht zu empfehlen. Am Grödner Joch war es sehr schön und wir hatten viel Platz.

Geht auf den Piz Boè, wenn möglich übernachtet dort. Letzteres hat bei uns nicht geklappt, es muss aber sehr schön sein. Und geht auch rauf, wenn das Wetter nicht gut ist – vielleicht habt ihr auch das Glück, dass es dann aufzieht.

Der Wanderführer unterscheidet bis auf Schiara nicht wirklich zwischen “kleiner Klettersteig” und “versicherter Steig”. Ich hätte das teilweise genau andersrum bezeichnet. Von der Schwierigkeit her ist das alles in etwa gleich.

Und ja: Genießt es 🙂 !

Persönliche Höhepunkte (1):

  • Wandern mit dem Ziel Peitlerkofel vor Augen
  • Die schönen Steige und versicherten Stellen
  • “Mensch ärgere dich nicht” auf dem Rifugio Pisciadu
  • Unser erster 3000er

Persönliche Höhepunkte (2):

  • Die Dolomiten – die zahlreichen Ausblicke, die wunderschöne Landschaft
  • Gemeinsames Wandern mit den Jungs und der Lehrerin
  • Letzter Dolomitenabend auf dem Rifugio Pian de Fontana
  • Der herzliche Besuch bei der italienischen Omi

Der Besuch bei der italienischen Omi nach dem Abstieg war der gelungene Abschied für diesen schönsten Abschnitt der Tour. Wir haben uns in diesem Teil richtig wohlgefühlt und hätten dort ewig weiterwandern können. Die Dolomiten werden wir sicher wieder besuchen – schon allein, um den Klettersteig nachzuholen 😉 .

Beschreibung der einzelnen Etappen:
muve Etappe 14: Kreuzwiesenalm – Schlüterhütte
muve Etappe 15: Schlüterhütte – Grödner Joch
muve Etappe 16: Grödner Joch – Rifugio Pisciadu
muve Etappe 17: Rifugio Pisciadu – Lago di Fedaia
muve Etappe 18: Lago di Fedaia – Rifugio Coldai
muve Etappe 19: Rifugio Coldai – Passo Duran
muve Etappe 20: Passo Duran – Rifugio Pian de Fontana
muve Etappe 21: Rifugio Pian de Fontana – Longarone – Belluno